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Pietät Haas
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Es ist schwerer, eine Träne zu trösten, als tausend zu vergießen.


Trauerbewältigung

Der Tod kann uns von dem Menschen trennen, der zu uns gehörte, aber es kann uns nicht das nehmen, was uns mit ihm verbunden hat. Mit seiner Trauer ist man oft allein, denn die meisten Menschen können in unserer Gesellschaft nicht damit umgehen, wenn jemand weint. Es wird erwartet, dass diejenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben, schnell wieder „funktionieren“. Oft heißt es nach drei Monaten oder einem halben Jahr: „Jetzt muss es doch mal wieder gehen, Kopf hoch, schau nach vorne!“ Die Trauer hat aber keinen Zeitplan. Trauer bleibt ein Leben lang – nur die Form verändert sich. Wer sich in der Familie oder bei Freunden geborgen fühlt hat es leichter. Wichtig ist es auch, dass in diesem Umfeld ohne Probleme Gefühle gezeigt werden können. In einem Rhythmus bleiben, aufzustehen und positiv denken sind weitere Möglichkeiten, trotz der Trauer am Leben festzuhalten.

Über die Bewältigung der Trauer eines Menschen nach dem Verlust eines geliebten Angehörigen wurden schon viele Bücher geschrieben, in denen dieses Thema ausführlich behandelt worden ist. Wir wollen Ihnen nachstehend auch einige Titel und deren Autoren nennen, bei denen wir denken, dass Sie Ihnen eine Hilfe in der schweren Zeit der Trauer sein können:

  • Waldemar Pisarski / Anders trauern – anders leben
  • Mechthild Voss-Eiser / Noch einmal sprechen von der Wärme des Lebens
  • Roland Kachler / Meine Trauer wird dich finden
  • Roland Kachler / Damit aus meiner Trauer Liebe wird
  • Roland Kachler / Wie ist das mit der … Trauer
  • Verena Kast / Trauern

Aus unserer Erfahrung können wir nur Allen empfehlen, sich intensiv mit der Verabschiedung von einem geliebten Angehörigen zu befassen, sich Zeit zu nehmen und die verschiedenen Möglichkeiten mit Ihrem Bestatter zu besprechen. Es ist vielen Menschen nicht bekannt, dass man den Verstorbenen einen bestimmten Zeitraum in häuslicher Umgebung aufbahren kann. In den Fällen, wo eine häusliche Aufbahrung nicht gewünscht oder durchführbar ist, können wir den Abschiedsraum in unserem Bestattungsinstitut anbieten, in dem nach terminlicher Absprache genügend Zeit für das Abschiednehmen am offen Sarg zur Verfügung steht. Einige Zeit danach haben uns viele Trauernde berichtet, dass es ihnen gut getan hat, sich für die bewusste Abschiednahme zu entscheiden; es war ihnen auf dem Weg der Trauerbewältigung eine große Hilfe, ihren Schmerz besser zu verarbeiten.

Gleiches gilt für die Ausgestaltung der Trauerfeier oder Beerdigung: Je mehr sich die Trauernden bei der Planung, Ausrichtung und Gestaltung mit einbringen, desto leichter wird es sein, sein eigenes Leben nach dem Verlust eines geliebten und nahestehenden Menschen wieder in den Griff zu bekommen, z. B.: ein Bild der/des Verstorbenen oder sonstige persönliche Dinge in die Dekoration integrieren; ein Musikstück, welches der/dem Verstorbenen viel bedeutet hat, während der Trauerfeier abspielen – auch wenn es sehr emotional werden kann; usw.

Scheuen Sie sich nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie der Schmerz über den Verlust erdrückt. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt darüber, er kann Ihnen bestimmt einen Therapeuten nennen, der Ihnen in Ihrer Situation weiterhelfen kann, aber auch die Möglichkeit, Hilfe in seiner Selbsthilfegruppe zu erhalten, sollte in Erwägung gezogen werden.